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  • Die Sage der Legende des Hirsches: Ungarischer Schöpfungsmythos

    Die Samen der Heiligen See brechen aus deiner Schale.

    Die Wellen der ewigen See wellen und rollen.

    Ihre Wellen schaukeln und ihr Schaum faucht.

    Noch ist keine Erde irgendwo, doch in unmessbaren Höhen, droben in seinem goldenen Hause, sitzt der große himmlische Vater auf seinem goldenen Thron.

    Er ist der alte, weisshaarige und weissbärtige Gott der Ewigkeit.

    Tausende Sterne strahlen auf seiner schwarzen Robe.

    Neben ihm sitzt seine Gemahlin, die große himmlische Mutter.

    Tausende Sterne strahlen auf ihrer weissen Robe.

    Sie ist das Material aus alter Zeit, aus dem alles erschaffen ist.

    Sie existierten von der Ewigkeit der Vergangenheit und existieren in der Ewigkeit die kommt.

    Vor ihnen steht ihr schöner Sohn mit goldenem Haar wie Sonnenstrahlen. Continue reading  Post ID 1464


  • Die Endzeitpropheizung der Hopi

    „Die vierte Welt wird bald enden, und die fünfte Welt wird beginnen. Das wissen die Ältesten überall. Die Zeichen haben sich über viele Jahre erfüllt und nur wenige sind geblieben.

    Das ist das erste Zeichen: Uns wurde berichtet vom Kommen weißhäutiger Menschen, Menschen, die das Land, was nicht ihres war, nahmen, die ihre Tiere mit Donner erschlugen.

    Das ist das zweite Zeichen: Unsere Länder werden das Kommen drehender Räder, gefüllt mit Stimmen, sehen.

    Das ist das dritte Zeichen: Ein starkes Vieh wie ein Büffel mit großen, langen Hörnern wird das Land in großer Zahl überrennen.

    Das ist das vierte Zeichen: Das Land wird durchzogen von Schlangen aus Eisen.

    Das ist das fünfte Zeichen: Das Land wird kreuz und quer durchzogen von einem gigantischen Spinnennetz.

    Das ist das sechste Zeichen: Das Land wird kreuz und quer durchzogen mit Flüssen aus Stein, die Bilder in der Sonne machen.

    Das ist das siebte Zeichen: Ihr werdet hören, dass die See sich schwarz färbt und viele lebende Wesen sterben deswegen.

    Das ist das achte Zeichen: Ihr werdet viele Junge sehen, die ihr Haar lang tragen wie unsere Leute, die kommen und sich mit den Eingeborenen treffen, um unsere Weisheit und unsere Lebensweise zu lernen.

    Und das ist das neunte und letzte Zeichen: Ihr werdet von einem Haus im Himmel hören, über der Erde, das mit einem großen Knall zur Erde fällt. Es wird als ein blauer Stern erscheinen. Sehr bald danach werden die Zeremonien der Hopi verschwinden. Das sind die Zeichen, dass die große Zerstörung nahe ist.“


  • Der dritte Sargon

    aum

    Vom Hohen Norden wird
    der Dritte Sargon kommen;
    unvermutet wird er hereinbrechen
    über die in Gift lebende Erdenwelt,
    wird mit einem Schlage alles erschüttern
    und seine Macht wird unbezwingbar sein.

    Er wird keinen fragen,
    er wird alles wissen.

    Eine Schar Aufrechter wird um Ihn sein,
    ihnen wird der Dritte Sargon das Licht geben,
    und sie werden der Welt leuchten.

    Wenn der Dritte Sargon gekommen sein wird
    und die Schlachten wird geschlagen haben,
    so werden jene seine Schwerter gewesen sein –
    siegreich gegen vielfache Überzahl.

    Dann wird er, der Rächer, über den Weltkreis
    gedonnert sein mit feurigen Streitwagen,
    Blitze schleudernd gegen die Mächte der Finsternis,
    bis sie restlos vertilgt sind.

    Und die Stunde des Lichtes wird heimkehren
    über die Erdenwelt.

    Einsam sind die Tapferen und die Gerechten.
    Doch mit ihnen ist die Gottheit.

    aus dem Buch der Sajaha

    aus dem Buch Sajaha


  • Aus der Edda: Das Runenlied

    Odins Runenlehre

    Während Odin an der Weltesche Yggdrasil hing, offenbarten sich ihm die Runen. Er gab sie an die Menschen weiter.

    Das erste Dir zu helfen verheißt in Sorgen, Sichtum und Schmerzen. In ewigen Wechsel wandelt der Mensch vom Vergehn zu neuem Erstehen.

    Ein anderes nenn ich, das allen nützt, die wirken mit heilenden Händen. erkenn Dich selbst, dann erkennst Du die Welt, lernst Übel von Ursache scheiden.

    Ein Drittes Weiß ich, droht mit Gefahr, die Freunde durch Zauber zu fesseln: ich stumpfe der zürnenden Feinde Stahl, daß dem Holze gleich ihr Schwert nicht schneidet.

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