Die fünf Tattwas im Menschen

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Tattwa, aus dem Sanskrit für “so sein”, beschreibt Grundprinzipien, die sich je nach Philosophie und Lehren in ihrer Anzahl unterscheiden.

Viele philosophische Systeme betrachten eine bestimmte Anzahl von Tattwas als Fundament ihres Denksystems. So gibt es in der Sankhya-Philosophie 25 fundamentale Prinzipien: Purusha, Prakriti und die aus der letzteren sich entfaltenden Tattwas Buddhi, Ahamkara, Manas, die fünf Erkenntnis- und die fünf Tatsinne (Indriya), sowie die fünf fein- und fünf grobstofflichen Elemente (Tanmatra und Mahabhuta).

Das Wissen über die Tattwas wurde im Westen erst im 19. Jhd. mit den Schriften von H.P. Blavatsky, Israel Regardie und Franz Bardon bekannt.

Diese Übersicht der Tattwas entspricht den hermetischen Lehren, wie Franz Bardon sie vermittelte.

Akasha – Das Ätherprinzip

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Akasha, das Ätherprinzip. Es ist das Höchste, Mächtigste, das Ursein, der Urgrund aller Dinge und alles Erschaffenen. Es ist die Späre oder Plan der Ursachen. Das Prinzip des Äthers ist frei von Zeit und Raum. Es ist das Nichterschaffene, das Unbegreifliche, das Undefinierbare. Es ist die fünfte Kraft, die Urkraft, es ist das, was alles erschuf und im Gleichgewicht hält, die Quintessenz der Alchimisten. Es ist alles in allem. Das Erste, das war und das letzte was sein wird.

Tejas – Das Prinzip des Feuers

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Tejas, das erste Element, das laut Überlieferungen aus dem Akasha geboren wurde. Das Urfeuer, Grundeigenschaft des Lichtes. Das Prinzip des Feuers, dessen Grundeigenschaften Hitze und Expansion sind. Dessen aktive Seite stets das Aufbauende, Schaffende und Erzeugende ist, wohingegen die passive Seite das Zersetzende und Vernichtende ist.

Apas – Das Prinzip des Wassers

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Apas, das zweite der Elemente, das dem Akasha entsprang. Das Prinzip des Wasser, es ist dem des Feuers entgegengesetzt. Seine Grundeigenschaften ist die Kälte und die Zusammenziehung. Die aktive Seite ist die Lebensspendende und Erhaltende, seine passive gleich dem Feuer die Zersetzende, Zerlegende und Zerteilende. Gemeinsam mit dem Feuer, ist das Wasser eines der zwei Elemente, aus denen alle anderen Elemente entstanden. Die sich entgegenstehenden Polaritäten

Vayu – Das Prinzip der Luft

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Vayu, das dritte aus dem Akasha geborene Element. Es ist der Vermittler zwischen dem Feuer und dem Wasser. Es besitzt die Wärme des Feuers und die Feuchtigkeit des Wassers. Waju stellt das Gleichgewicht beider Prinzipien dar. Seine aktive Seite ist die Lebensspendende und die passive die Vernichtende. Der Atem des Lebens.

Prithivi – Das Prinzip der Erde

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Prithivi, das vierte der Elemente. Es ist die Wechselwirkung von Feuer, Wasser und Luft, durch die Erstarrung der ersten drei Elemente, entstand das Prinzip der Erde. Durch die Eigenschaft der Erstarrung, konnte den vorherigen Elementen eine Form verliehen werden. Worauf infolgedessen Raum, Maße, Gewicht und Zeit entstanden. Das wirken der drei Elemente zusammen mit der Erde, machen das Erdprinzip vierpolig.